Permafrost

Der international gebräuchliche Name für dauerhaft gefrorenen Boden. Er entsteht aus der Verschmelzung der englischen Wörter permanent (dauerhaft) und frost (Frost, Eis). Es handelt sich um eine Bodenschicht – aus Erde, Gestein oder einer Mischung aus beidem sowie organischem Material – von veränderlicher Mächtigkeit, in der das enthaltene Wasser das ganze Jahr über vollständig oder teilweise gefroren ist. Permafrost kommt an jenen kalten Orten der Erde vor, an denen die sommerliche Erwärmung nicht ausreicht, um das im Boden enthaltene Eis vollständig aufzutauen. Normalerweise befindet sich unterhalb der von dem jährlichen Frost-Tau-Zyklus betroffenen Oberflächenschicht eine darunterliegende Schicht aus dauerhaft gefrorenem Boden. Der in den letzten Jahrzehnten in hohen Breiten der Nordhalbkugel verzeichnete Temperaturanstieg (wo sich die globale Erwärmung am stärksten bemerkbar macht) führt dazu, dass das saisonale Auftauen des Eises im Boden immer größere Tiefen erreicht. Dieser Umstand hat die Freisetzung großer Mengen an Methan und CO2 in die Atmosphäre zur Folge.