Regentropfen

Ein Wassertropfen, der sich in einer Wolke bildet und wächst und aus ihr herabfällt, dessen Durchmesser zwischen 0,5 und 6 mm liegt (unter besonders günstigen Bedingungen bis zu 10 mm [=1 cm]). Der untere Wert markiert die Grenze zwischen einem Nieseltropfen und einem Regentropfen. Was den oberen Wert betrifft, so nahm man lange Zeit an, dass es keine Regentropfen mit größerem Durchmesser geben könne, da jene 6 mm als theoretische Grenze für ihr Wachstum galten, sodass sich der Tropfen bei größeren Werten zwangsläufig in zwei oder mehr kleinere Tropfen aufspalten müsste, da das Gleichgewicht zwischen der Oberflächenspannung des Wassers und dem Innendruck zusammenbräche. Im Jahr 2004 maßen Forscher der University of Washington (USA) mithilfe eines laserbasierten, an einem Flugzeug installierten Instruments an zwei verschiedenen Orten innerhalb der tropischen Zone ein paar Tropfen mit 8,8 mm Durchmesser. Dieser Fund deutet auf die Existenz riesiger Regentropfen von bis zu einem Zentimeter Durchmesser innerhalb von Wolken mit sehr hohem Flüssigwassergehalt hin. Sie entstehen durch mehrfache Kollisionen kleinerer Tropfen.

Verwandte Begriffe: regen